Mit zunehmendem Alter verändern sich viele Dinge ganz unbemerkt. Die Reaktionsgeschwindigkeit nimmt etwas ab. Das Gleichgewicht ist manchmal nicht mehr ganz so sicher. Auch die Augen benötigen häufig mehr Licht als früher. Das ist völlig normal.
Viele meiner Leipziger Kunden sind erstaunlich fit und erledigen ihren Haushalt noch selbst. Gerade deshalb unterschätzen sie oft kleine Risiken. Wie in der Geschichte, von der ich ihnen jetzt kurz berichten möchte.
"Bitte nicht erschrecken"
Als ich vor wenigen Wochen ein älteres Ehepaar in Leipzig/Grünau besuchte, wurde ich mit den Worten: "Bitte nicht erschrecken" begrüsst. Schnell erzählte mir die Frau, dass sich ihr Gatte einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte, bereits im Krankenhaus war und jetzt nebenan im Schlafzimmer liege mit Besserung in Sicht.
Sie erzählte mir auch, wie es dazu kommen konnte. Ihr Mann wollte nachts kurz auf Toilette und musste sich wie immer an einer sehr engen Stelle zwischen dem Ehebett und einem kleinen Schrank vorbeizwängen. Auf dem Rückweg passierte es dann. Er blieb mit einem Bein hängen, stürzte und der Rettungsdienst musste alarmiert werden.
Das ist eine Unfallgeschichte, die sich so oder ähnlich jedes Jahr mehrfach in Leipziger Seniorenhaushalten abspielt.
Die häufigsten Unfallquellen in Seniorenhaushalten
Viele Menschen denken zuerst an Treppen.
Dabei entstehen zahlreiche Stürze direkt in der eigenen Wohnung.
Besonders häufig sehe ich:
- kleine Teppiche ohne rutschfeste Unterlage
- hochstehende Teppichkanten
- schlechte Beleuchtung
- glatte Badezimmerfliesen
- überfüllte Laufwege
Oft ist es gar nicht die eine grosse Gefahr im Haushalt. Häufiger sind es mehrere kleine Dinge, die zusammenkommen.
Stolperfallen mit wenigen Handgriffen verschwinden lassen
Bei Besuchen in Leipziger Häusern und Wohnungen fällt mir immer wieder auf, wie einfach sich manche Probleme lösen lassen. Ein Teppich erhält eine rutschfeste Unterlage. Ein Beistelltisch oder kleiner Schrank wird nur wenige Zentimeter versetzt. Ein Blumenkübel bekommt einen neuen Platz. Glühbirnen werden erneuert bzw. ersetzt. Solche Veränderungen kosten mitunter wenige Minuten.
Viele Kunden sagen anschliessend: “Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?”
Wenn Angehörige zu Besuch kommen, fällt ihnen häufig sofort auf, was der Bewohner selbst nicht mehr wahrnimmt. Ein gemeinsamer Rundgang durch die Wohnung kann deshalb hilfreich sein.
Mehr Licht bedeutet oft mehr Sicherheit
Ein Punkt überrascht mich immer wieder. Viele Wohnungen wirken tagsüber angenehm hell.
Abends sieht das jedoch ganz anders aus. Vor allem Flure oder der Weg zur Toilette werden nachts häufig nur schwach beleuchtet.
Dafür gibt es inzwischen sehr einfache Lösungen, die ich immer häufiger in Seniorenhaushalten sehe. Kleine LED-Nachtlichter oder Bewegungsmelder sorgen dafür, dass niemand im Dunkeln nach dem Lichtschalter suchen muss.
Gerade nachts passieren viele Unfälle, weil Orientierung und Gleichgewicht ohnehin etwas eingeschränkt sind.
Eine gute Beleuchtung vermittelt ausserdem ein deutlich sichereres Gefühl.
Das Badezimmer verdient Aufmerksamkeit
Wenn ich mit Kunden über Stürze bzw Sturzgefahren spreche, fällt fast immer irgendwann das Badezimmer. Und das überrascht bestimmt auch sie nicht. Nasse Fliesen können rutschig sein. Besonders nach dem Duschen genügt manchmal schon ein unglücklicher Schritt.
Rutschhemmende Matten, sichere Duschvorleger oder Haltegriffe können hier den Alltag deutlich erleichtern.
Wichtig ist allerdings, dass Haltegriffe fachgerecht befestigt werden. Ein schlecht montierter Griff vermittelt Sicherheit, die im entscheidenden Moment gar nicht vorhanden ist.
Kleine Alltagshilfen machen vieles leichter
Nicht jede Unterstützung bedeutet sofort Pflege.
Viele praktische Hilfsmittel helfen einfach dabei, den Alltag entspannter zu gestalten.
Dazu gehören unter anderem:
- Greifhilfen für hohe Schränke
- Haltegriffe an schwierigen Stellen
- erhöhte Sitzgelegenheiten
- stabile Handläufe
- leicht erreichbare Ablagen
Gerade Kleinigkeiten machen häufig den grössten Unterschied.
Viele ältere Menschen möchten möglichst lange unabhängig bleiben.
Das kann oft schon mit wenigen Anpassungen gelingen.
Bewegung bleibt der beste Sturzschutz
Bei meinen Besuchen fällt mir auf, und das gilt sicher nicht nur für Leipzig, dass körperlich aktive Senioren meist deutlich sicherer unterwegs sind.
Dabei muss niemand Leistungssport betreiben. Regelmässige Spaziergänge durch den Clara-Zetkin-Park, Gymnastikgruppen in Leipzig, Senioren-Yogakurse oder einfache Gleichgewichtsübungen zuhause können helfen, Muskulatur und Koordination zu erhalten.
Auch Treppensteigen – soweit gesundheitlich möglich – trainiert Kraft und Gleichgewicht.
Wer sich regelmässig bewegt, gewinnt häufig auch mehr Sicherheit im Alltag.
Seniorenhilfe kann sturzpräventiv sein
Sturzprävention bedeutet nicht nur, Haltegriffe anzubringen oder Stolperfallen zu beseitigen. Auch die richtige Unterstützung im Alltag kann dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
Viele ältere Menschen erledigen bestimmte Arbeiten noch selbst, obwohl sie dabei ein unnötiges Risiko eingehen. Ein gutes Beispiel ist die Reinigung von Gardinen. Um diese abzunehmen oder aufzuhängen, wird häufig noch eine Leiter benutzt. Gerade das Arbeiten in der Höhe kann jedoch schnell gefährlich werden, wenn Gleichgewicht oder Beweglichkeit nicht mehr ganz so sicher sind.
Eine geeignete Seniorenhilfe kann hier entlasten: Wenn bestimmte Aufgaben zuverlässig übernommen werden, müssen ältere Menschen sich nicht mehr auf Leitern stellen oder schwierige Bewegungen ausführen. Das erhält nicht nur die Sicherheit in den eigenen 4 Wänden, sondern gibt vielen Senioren auch das beruhigende Gefühl, ihren Alltag weiterhin selbstbestimmt organisieren zu können.
Hausnotruf – beruhigend für Senioren und Angehörige
Nicht jeder lebt mit einem Partner zusammen. Viele unserer Kunden wohnen allein.
Sollte es doch einmal zu einem Missgeschick gekommen, kann ein Hausnotruf eine grosse Erleichterung sein.
Das bedeutet nicht, dass es erst zu einem Unfall kommen muss. Vielmehr gibt das Wissen Sicherheit, im Notfall schnell Unterstützung rufen zu können. Auch Angehörige berichten oft, dass sie dadurch deutlich beruhigter sind.
Eine Sturzuhr für Senioren mit GPS und Notruffunktion kann beispielsweise auch ausserhalb der eigenen Wohnung zusätzliche Sicherheit bieten und ist besonders für Menschen interessant, die weiterhin aktiv unterwegs sein möchten.
Sicherheit bedeutet Lebensqualität
In Gesprächen mit älteren Menschen hören meine Kollegen und ich häufig denselben Wunsch: “Ich möchte einfach so lange wie möglich in meiner eigenen Wohnung bleiben.”
Und genau darum geht es. Nicht darum, jede kleine Gefahr vollständig auszuschliessen.
Sondern die Wohnung so zu gestalten, dass sie den eigenen Bedürfnissen auch in Zukunft gerecht wird und unnötiges Gefahrenpotential aus dem Weg räumt.
Zusätzliche persönliche Erfahrungen aus Leipzig
Durch meine Arbeit beim SeniorenserviceLeipzig© komme ich regelmässig in ganz unterschiedliche Wohnungen und Häuser – ob in Gohlis, Schleussig, Reudnitz, Lindenau, Stötteritz oder den umliegenden Orten wie Taucha oder Markkleeberg.
Dabei wird mir immer wieder bewusst, dass keine Wohnung der anderen gleicht. Jede erzählt ihre eigene Geschichte. Viele Menschen leben seit Jahrzehnten dort, haben Erinnerungen mit ihren Möbeln verbunden und möchten verständlicherweise möglichst wenig verändern.
Deshalb versuche ich niemals, jemanden von einer kompletten Umgestaltung zu überzeugen. Oft genügt schon ein freundlicher Hinweis oder eine kleine Idee, die einem unmittelbar ins Auge fällt. Manchmal sprechen wir während einer Gardinenreinigung darüber, dass der Teppich im Flur etwas verrutscht.
Ein anderes Mal fällt auf, dass ein bewegbares Objekt mitten im Laufweg steht. Was mich dabei immer wieder freut: Die meisten Kunden sind dankbar für solche kleinen Anregungen. Nicht, weil sie bevormundet werden möchten, sondern weil ihnen jemand mit einem frischen Blick begegnet.
Wie sicher ist ihr Zuhause?
Wir vom SeniorenserviceLeipzig© sind keine Pflegeberater oder Gutachter. Aber durch die vielen Besuche in Leipziger Seniorenhaushalten sehen wir täglich, welche kleinen Veränderungen den Alltag einfacher und sicherer machen können.
Und manchmal sind es genau diese Kleinigkeiten, die dazu beitragen, dass Menschen noch viele Jahre selbstbestimmt in ihrem vertrauten Zuhause leben können. Manchmal genügt 1 unvoreingenommener Blick, um kleine Schwachstellen zu entdecken, die im Alltag längst zur Gewohnheit geworden sind.
Deshalb bieten wir ihnen auf Wunsch einen persönlichen Sicherheits-Check für Ihre Wohnung oder ihr Haus im Raum Leipzig an. Gemeinsam gehen wir alle wichtigen Bereiche in Ruhe durch und besprechen, mit welchen oft überraschend einfachen Massnahmen sich ihr Zuhause noch sicherer gestalten lässt.
Dabei geht es nicht um teure Umbauten oder darum, ihnen etwas zu verkaufen. Häufig reichen bereits kleine Veränderungen, zum Beispiel:
- lose Teppiche sichern oder entfernen
- Bewegungsmelder oder Nachtlichter sinnvoll einsetzen
- Haltegriffe im Bad oder an Treppen nachrüsten
- Laufwege übersichtlicher gestalten
- Stolperfallen beseitigen
- praktische Alltagshilfen ergänzen
Sollten darüber hinaus handwerkliche Arbeiten erforderlich sein, vermittle ich ihnen auf Wunsch zuverlässige Partnerbetriebe aus Leipzig und der Umgebung. So erhalten sie alles aus einer Hand, ohne selbst lange nach geeigneten Ansprechpartnern suchen zu müssen.
Das Anliegen ist: Sie sollen sich in ihrem Zuhause sicher fühlen und möglichst lange selbstbestimmt dort leben können.
Häufige Fragen (FAQ) zur Sturzprävention im Alter
Bezahlt die Krankenkasse erhöhte Toilettensitze oder Haltegriffe im Bad?
Ob die Kosten übernommen werden können, hängt von der individuellen Situation ab. Medizinisch notwendige Hilfsmittel können unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse oder Pflegekasse finanziert werden. Dafür ist in der Regel eine ärztliche Verordnung oder eine Beratung durch die zuständige Stelle erforderlich.
Ab wann sollte man über Unterstützung im Haushalt nachdenken?
Viele Senioren nehmen Hilfe erst dann in Anspruch, wenn bestimmte Aufgaben bereits schwerfallen. Oft ist es jedoch sinnvoll, Unterstützung schon vorher als Entlastung zu betrachten.
Wenn Tätigkeiten wie Fenster putzen, Gardinen abnehmen, schwere Einkäufe oder Arbeiten auf Leitern zunehmend anstrengender werden, kann passende Hilfe dabei unterstützen, die eigene Sicherheit zu erhalten.
Welche Zuschüsse gibt es für Anpassungen der Wohnung im Alter?
Unter bestimmten Voraussetzungen können Massnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds unterstützt werden. Besonders bei anerkanntem Pflegegrad kommen beispielsweise Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Massnahmen infrage.
Wie erkenne ich, ob ein Angehöriger mehr Unterstützung benötigt?
Oft zeigen sich Veränderungen nicht plötzlich, sondern schleichend. Unsichere Bewegungen, Schwierigkeiten bei bestimmten Haushaltstätigkeiten oder zunehmende Angst vor Stürzen können Hinweise sein.
Welche Rolle spielt Bewegung bei der Sturzprävention?
Regelmässige Bewegung hilft dabei, Kraft, Gleichgewicht und Koordination zu erhalten. Schon Spaziergänge, einfache Übungen oder regelmässige Aktivitäten im Alltag können einen wichtigen Beitrag leisten.
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